Gastbeitrag: Meine Probleme mit dem Sport- und Schwimmunterricht

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In diesem Gastbeitrag schreibt Tommy darüber, was für ihn am Sport- und Schwimmunterricht in der Schule so schwer ist. Tommy hat auch seinen eigenen Blog. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr mehr von ihm oder seiner Familie lesen wollt: Tommys Blog http://tommysblog.de

Schon seit Beginn meiner Grundschulzeit ist es so, dass ich den Sportunterricht hasse, und der Schwimmunterricht ist sogar noch schlimmer.
Versteht mich nicht falsch; es ist nicht so, dass ich generell Sport verabscheue, zum Beispiel mag ich Fahrrad fahren sehr.

Spaß an neuen Dingen
Ich hatte auch immer Spaß dabei, etwas Neues kennen zu lernen. Auch wenn ich nicht gerade sehr gut darin bin, Sachen, die etwas mit Bewegung zu tun haben, zu lernen, da ich immer schon Probleme mit der Motorik habe.

Probleme mit lauten Geräuschen
Der Unterschied zwischen sportlicher Betätigung und dem Sportunterricht ist der, dass der Sportunterricht sehr auf Leistung fokussiert ist und er überwiegend in einer Halle stattfindet. In der Halle geht es meist sehr laut und unruhig zu.

Erfahrungen in der Kindheit
Als ich ca. 2-3 Jahre alt war, hat meine Mutter meine Schwester Laura zum Kinderturnen gebracht. Natürlich hat sie mich dorthin mitgenommen. Mir war auch damals schon so etwas viel zu laut und zu verwirrend. Deshalb bin ich damals von dort abgehauen und bin auf die Straße gelaufen, während meine Mutter meiner Schwester die Sportschuhe zugebunden hat.

Weitere Probleme am Schulsport
Also, mir gefällt einerseits der Schulsport nicht, weil ich solche Dinge in Hallen sehr anstrengend finde, aber auch der Fokus auf Leistung nervt.
Auch das Umziehen in der Sammelumkleide ist sehr problematisch für mich, da mir auch sehr schnell etwas peinlich werden kann. Außerdem ist es auch in der Umkleide viel zu laut und es werden Unmengen an Deo versprüht.

Overload und Shutdown als Konsequenz
Was auch noch zu dem ganzen Thema dazu kommt, ist, dass, seit dem ich in der 5. Klasse in einer neuen Schule bin, die Klassen viel größer sind. Dadurch ist der Sport- und der Schwimmunterricht natürlich noch lauter und chaotischer geworden. Ich kann z.B. überhaupt nicht herausfiltern, aus welcher Richtung mir evtl. jemand etwas zuruft, um mir beispielsweise einen Ball zu zu werfen. Das führt dann dazu, dass ich am Folgetag des Sportunterrichts nicht in die Schule gehen kann, da ich noch viel zu erschöpft vom Stress von dem Sportunterricht und dem dabei kommenden Overload bin und noch am nächsten Morgen einen Shutdown erleide.
In einem Hallenbad sind diese Probleme noch sehr viel schlimmer. Alles hallt noch viel mehr. In der Grundschule war es so schlimm, dass ich an dem Tag, an dem Schwimmunterricht auf dem Stundenplan stand, meistens mit schlimmen Bauchschmerzen zu Hause bleiben musste.

1 Kommentar/e
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    Rolf Piotrowski

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    Schulsport!

    Mein Name ist Rolf. Ich bin zwar schon 63 Jahre alt – aber immer noch „Asperger“!
    Ja, ich erinnere mich lebhaft. Der Schulsport war für mich auch das Schlimmste während der Schulzeit. Ich hatte die gleichen Probleme. Aber es gab die Diagnose „Asperger-Syndrom“ noch nicht.
    Irgendwie habe ich mich immer am Schulsport „entlanggedrückt“, was auch sehr anstrengend war.

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