Ein Kalendericon auf der linken Seite. Text rechts daneben: Meine Tagesstruktur

Meine Tagesstruktur

In den letzten Wochen ist mir klar geworden, wie wichtig eine feste Tagesstruktur für mich als Autistin ist. Beziehungsweise wusste ich das sicherlich schon lange, aber ich habe mir schwergetan eine Struktur zu finden, die mir gefällt und die für mich funktioniert. Mittlerweile glaube ich, dass ich (zumindest so ungefähr) meine Tagesstruktur gefunden habe und die möchte ich natürlich mit euch teilen. 

Abendroutine

Vermutlich sollte ich erst mit der Morgenroutine anfangen, aber meine Abendroutine ist das Erste, was ich in meine Tagesstruktur eingebaut habe. Ich schlafe zurzeit nicht so gut. Deswegen habe ich meine Abendroutine eingeführt. Sie beinhaltet, dass ich eine Stunde vor dem Schlafengehen mein Telefon weglege und einen Kamillentee trinke. Danach schreibe ich Tagebuch und mache mich bettfertig. Bevor ich mich Schlafen lege, meditiere ich noch oder lese ein bisschen. Die Abendroutine habe ich mittlerweile schon längere Zeit in meinem Alltag und das funktioniert super. 

Meine Morgenroutine

Jetzt kommen wir zur Morgenroutine. Ich hatte schon lange keine Morgenroutine mehr. Aber jetzt genieße ich es sehr, wieder eine zu haben. Nachdem ich aufstehe, gehe ich erst mal ins Bad. Dann bereite ich mein Frühstück vor und während ich das esse, sitze ich 30-45 Minuten vor einer Tageslichtlampe. Ich weiß nicht, ob die Lampe etwas bringt. Ich will auch gar nicht so tun, als ob ich mich auskennen würde. Ich habe die Lampe aber vor einiger Zeit geschenkt bekommen und dachte mir, jetzt ist es Zeit ihr nochmal eine Chance zu geben. Nachdem ich mit dem Frühstücken fertig bin, schreibe ich noch in mein Tagebuch und plane meinen Tag. Und da kommen wir zur eigentlichen Tagesstruktur. 

Meine Tagesstruktur

Ich habe meinen Tag mittlerweile viel mehr in unterschiedliche Blöcke unterteilt. Manche kann ich je nach Belieben anders arrangieren, andere kann ich auch weglassen oder ich kann etwas hinzufügen. So ungefähr sieht die Struktur so aus: Ich gehe morgens spazieren und danach ist Zeit für irgendeine Aktivität. Dazu später noch mehr. Nach dem Mittagessen lege ich mich etwas hin und mache evtl. einen Mittagsschlaf. Wenn ich wieder wach und fit bin, ist es Zeit zum Einkaufen. Danach steht wieder eine Aktivität an, bevor ich das Abendessen vorbereite und mit meinem Mann esse. Zwischen dem Abendessen und meiner Abendroutine habe ich sozusagen „frei“. 

Aktivitäten

Aktivitäten habe ich in Kategorien unterteilt und zwischen denen kann ich dann wählen. Es gibt zum Beispiel die Kategorien „Haushalt“, „Kreativität“ und „Entspannen“ und in den jeweiligen Kategorien habe ich dann jede Menge Ideen, zwischen denen ich mir einfach etwas raussuchen kann. 

Wochenenden

An Wochenenden versuche ich immer noch meine Morgen- und Abendroutine beizubehalten. Das funktioniert bestimmt nicht immer, aber das ist auch nicht so schlimm. Meine eigentliche Tagesstruktur folge ich an Wochenenden auch nicht unbedingt, weil ich da natürlich mehr Zeit mit meinem Mann verbringen will und wir auch etwas unternehmen wollen. 

Wie mir meine Tagesstruktur hilft

Das Wichtigste ist für mich, dass die Tagesstruktur meinem Alltag mehr Inhalt gibt. Ich denke mehr darüber nach, womit ich meine Zeit verbringen möchte und welche Dinge meinen Alltag füllen sollen. Es gibt mir auch mehr Ruhe, weil ich weiß, dass ich mir abends schon eine lockere Struktur für den nächsten Tag vorgebe und in der Früh dann einen genaueren Plan mache. 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.