Wie mich Stress beeinflusst

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Manchmal, wenn ich meine Blogeinträge schreibe, sprudeln die Wörter nur so aus mir raus. Das kann einfach plötzlich passieren, dass ich genau weiß, worüber ich schreiben will und welche genauen Sätze es sein sollen. Ich hatte eigentlich einen genauen Plan für meine nächsten Blogbeiträge, aber jetzt kam mir plötzlich eine neue Idee für einen Beitrag. Und zwar diesen hier.
Ihr habt vielleicht schon in meinem Beitrag „Veränderungen und Stress“ gelesen, dass ich im Moment viel zu tun habe und es viele Veränderungen in meinem Leben gibt. Mittlerweile kommt das Alles immer näher bzw. ich stecke mitten drin und deswegen wollte ich euch davon erzählen, wie mich das alles beeinflusst.

Ich glaube, dass ich bisher auf meinem Blog sehr positiv erscheine. Ich habe zum Beispiel viele überraschte Kommentare zu meinem Video „Tag der Diagnose – Asperger Syndrom“ bekommen, weil ich überglücklich war endlich die Diagnose bekommen zu haben. Und in dem Beitrag „Veränderungen und Stress“ erzähle ich zwar, dass ich gestresst bin, aber ich erzähle nicht wirklich mehr darüber. Das will ich heute nachholen.

Die erste große neue Situation ist, dass ich ja eine neue Kontaktperson kriege. Es gab anscheinend ein paar Missverständnisse und ich weiß nicht, wer daran schuld ist, aber ich habe plötzlich gestern erst erfahren, dass ich heute einen „Übergabetermin“ habe. Eigentlich soll das ein Termin mit der neuen und alten Kontaktperson sein. Das geht für mich aber gar nicht, so spontan Bescheid zu bekommen. Wir hatten zwar vorher über diesen Tag als Termin geredet, aber ich hatte dann nichts mehr davon gehört. Deswegen habe ich einen anderen Termin ausgemacht. Und den musste ich dann erst mal verschieben. Als meine Kontaktperson mir erzählt hat, dass wir diesen Termin heute haben, habe ich einfach nur geweint. Ich war vollkommen überfordert. Ich kann mit so spontanen Dingen einfach nicht umgehen. Und ich war so sauer, dass uns nicht früher Bescheid gegeben wurde.

Aber noch blöder fand ich, dass es gar kein Termin mit neuer und alter Kontaktperson war. Meine alte Kontaktperson und ich sollten uns nur mit irgendeiner Kontaktperson aus dem Autismus Team treffen. Das war echt nichts für mich. Erst mal finde ich es schwachsinnig. Wieso sollte ich mit jemandem reden, der sowieso nicht meine Kontaktperson wird. Und zweitens kannte ich diese Kontaktperson schon und ich mag sie nicht wirklich. Ich habe dann bei dem Termin auch noch gesagt bekommen, dass ich sie evtl. doch als neue Kontaktperson kriege. Da musste ich ihr erst mal höflich erklären, dass ich das nicht will. Die Chemie zwischen uns passt einfach nicht. Der ganze Termin hat mich einfach total unsicher gemacht. Ich habe absolut keine Ahnung, wer meine neue Kontaktperson wird und ich weiß auch nicht, wann ich sie kennenlerne. Ich habe auch einfach extrem Angst, dass ich nicht mit ihr zurechtkomme. Ich bin also schon etwas nervös gewesen nach dem Termin, aber die Nervosität ist mir noch nicht aufgefallen.

Danach hatte ich aber dann noch einen Termin mit meiner Studienberaterin und der Termin ist auch nicht gerade so gut verlaufen. Also eigentlich schon, aber ich habe mich zwischendurch kritisiert gefühlt. Ich habe das direkt gesagt und sie meinte, dass sie mich nicht kritisieren wollte. Ich weiß das auch, aber es fühlt sich einfach anders an und ich kriege das nicht aus meinem Kopf raus. Ich habe keine Ahnung, wie andere das schaffen, aber für mich sitzt das jetzt in mir fest. Außerdem werde ich immer nervöser zu meinem Studium zurückzukehren. Ich habe einfach Angst, dass es so schlecht läuft, wie letztes Mal.

Zu dem Ganzen kommt dann noch dazu, dass ich die ganzen nächsten sechs Tage vollkommen verplant bin und ich keine Zeit habe mich wirklich zu entspannen.

Das Ganze hat sich dann angesammelt und am Abend habe ich mich auf einmal wirklich schlecht gefühlt. Ich bin immer noch nicht gut darin, das Gefühl zu beschreiben, aber ich werde auf einmal wirklich traurig, will mich einfach nur in meinem Bett verstecken oder weglaufen. Auch wenn ich mich lange nicht mehr selbst verletzt habe, kommen die Gedanken dazu automatisch auch wieder. Ich habe Dinge wie zum Beispiel meinen Blog, die mich ablenken und mich davon abhalten mich selbst zu verletzen, aber es ist nicht wirklich schön so ein Gefühl zu haben. Jetzt lenke ich mich also mit meinem Blog ab und hoffe, dass wenn ich später schlafe und morgen aufwache, alles wieder besser ist.

1 Kommentar/e
  • Saskia

    Antworten

    Tony Attwood hat mal den Begriff „Depression Attack“ erwähnt. Vielleicht geht das ja in die Richtung.

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